Wiederau, Hauptstraße 169:
    Am 29. März 1869, Ostermontag, besuchte Karl May – erst wenige Monate nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis – den Lebensmittelhändler, Strumpfweber und Gastwirt Carl Friedrich Reimann (* 1830, † 1877) im Gasthof „Zum Hirsch”. Er gab sich als Leipziger Polizeileutnant von Wolframsdorf aus. Er behauptete, Reimann sei Mitglied einer Geldfälscherbande und wolle das Papiergeld des Mannes sehen. Er entdeckte einen „falschen” Zehntalerschein und nahm ihn zusammen mit einigen „falschen” Münzen und einer vergoldeten Taschenuhr im Wert von zehn Talern mit. Er befahl dem erstaunten Wirt, ihm nach Claußnitz zu folgen, einem Dorf sechs Kilometer südlich. Dort ließ er Reimann kurz in einem Café warten und verschwand. Erst zwei Stunden später erkannte Reimann den Betrug. Die Beute war achtzehn Taler wert.
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