Wien, Josefsplatz:
    Österreichische Nationalbibliothek:
    Die 8 Millionen Bücher umfassende Sammlung der Nationalbibliothek befindet sich in einem barocken Prunksaal in der Hofburg und in einem neueren Teil der Neuen Hofburg am Heldenplatz. Der 80 Meter lange und 20 Meter breite Prunksaal stammt aus dem Jahr 1722 und wurde von Johann Bernhard Fischer von Erlach (* 20. Juli 1656, † 5. April 1723), dem Erbauer der Paulskirche, entworfen. Er beherbergt rund 200.000 Bücher und Handschriften. Dass die Österreichische Nationalbibliothek im Vergleich zu anderen Nationalbibliotheken einen so großen Bücherbestand besitzt, liegt daran, dass die Habsburger über Jahrhunderte hinweg weite Teile Europas beherrschten: Maximilian I. (* 22. März 1459, † 12. Januar 1519; regierender Erzherzog von Oberösterreich von 1490 bis 1519, regierender Erzherzog von Österreich von 1493 bis 1519 und König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches von 1493 bis 1519) brachte beispielsweise Bücher aus Burgund und den Niederlanden nach Wien, während seine zweite Frau, Bianca Maria Sforza (* 5. April 1472, „ 31. Dezember 1511), Bücher aus Italien mitbrachte. Der Saal diente aber auch als Versammlungsort des Hofes und Wolfgang Amadeus Mozart (* 27. Januar 1756, † 5. Dezember 1791) führte dort im Jahr 1787 mehrere Werke von Georg Friedrich Händel (* 23. Februar 1685, † 14. April 1759) auf.
    © Foto 2020


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