Wernigerode, Forckestraße 15: Marie Hannes (vollständig: Marie Rosette Dolly Auguste Hannes, * 3. März 1881, 4. Januar 1953) lebte mit ihren Eltern, dem Arzt Gustav Hannes (* 9. Dezember 1842, 5. November 1914) und seiner Frau Wilhelmine Hannes geb. Meyer (* 3. Dezember 1844, 11. Februar 1921), in diesem Haus. Marie Hannes (genannt Mariechen) hatte noch einen Bruder, Ferdinand Gustav Julius Hannes (genannt Ferdi, * 12. Februar 1879, 19. November 1968), der später ebenfalls Arzt wurde. Marie war durch einen Unfall behindert und seit 1896 eine eifrige Leserin der Bücher von Karl May. 1902 verfasste sie eine Verteidigungsschrift für Karl May, in dem sie immer noch Old Shatterhand sah. Im Januar 1903 gelang es Karl May durch die Vermittlung Klaras, dieses unveröffentlichte Büchlein zu erhalten; es wurde immer behauptet, dass Karl oder Klara es vernichtet hätten, doch das war nicht der Fall: 1997 wurde »Allerlei von Karl May. Seinen Lesern erzählt von Mariechen« doch noch veröffentlicht in »Leben im Schatten des Lichts: Marie Hannes und Karl May: eine Dokumentation« von Hans-Dieter Steinmetz (* 24. Mai 1951) und Dieter Sudhoff (*30. Mai 1955, 24. Juni 2007). © Foto 2022 |
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